Rekord-Investitionen

Ibizas 25 Millionen-Etat für 2026 – soviel wie nie

15 Millionen Euro für die Rathäuser Ibizas, 10 Mio für den Mülltransport nach Palma…

Der Inselrat von Ibiza (Consell) hat den kommunalen Kooperationsplan für 2026 beschlossen. Das Gesamtvolumen beträgt 24,88 Millionen Euro und ist damit laut Consell d’Eivissa der größte Investitionsplan in der Geschichte der Inselverwaltung.
Der Beschluss fiel im Rahmen des „Consell d’Alcaldes“, bei dem Inselratspräsident Vicent Marí mit den fünf Bürgermeistern der Insel zusammenkam: Rafael Triguero (Ibiza-Stadt), Carmen Ferrer (Santa Eulària), Vicente Roig (Sant Josep), Marcos Serra (Sant Antoni) und Tania Marí (Sant Joan). Mit dabei war auch Salvador Losa, Exekutivrat im Inselrat für Präsidium, Wirtschaft und Sport.
Am Freitag stellte der Inselratspräsident die wichtigsten Beschlüsse anschließend bei einer Pressekonferenz vor. IbizaHEUTE-Reporter Thomas Hofmann war vor Ort.

Mülltransport nach Mallorca als Übergangslösung

Ein zentraler Punkt des Plans betrifft die Abfallentsorgung der Insel. Für ein Pilotprojekt zum Transport von Müll nach Mallorca sind 10 Millionen Euro vorgesehen.
Hintergrund ist, dass die Müllverwertungsanlage „Ca Na Putxa“ derzeit keine zusätzlichen Kapazitäten mehr hat.

Bis die Anlage ausgebaut wird – was nach aktuellen Schätzungen ein bis zwei Jahre dauern könnte, offiziell aber noch nicht bestätigt ist – soll ein Teil der Abfälle zur Anlage „TIRME“ auf Mallorca transportiert werden.

Inselratspräsident Vicent Marí bei der Vorstellung des Investitionsplans, der so groß ist wie noch nie. Foto: Thomas Hofmann

14,8 Millionen Euro für Gemeinden

Von den insgesamt 24,88 Millionen Euro fließen 14,88 Millionen Euro direkt an die Gemeinden der Insel.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Investitionsprogramm „Pla 5“ mit 4,83 Millionen Euro für kommunale Infrastrukturprojekte.
Die Aufteilung der Mittel:
– Ibiza-Stadt: 2.613.361 €
– Santa Eulària: 1.444.688 €
– Sant Josep: 1.043.971 €
– Sant Antoni: 1.001.462 €
– Sant Joan: 444.069 €
Mit den Geldern sollen unter anderem Straßen saniert, Infrastruktur verbessert und öffentliche Bereiche erneuert werden.

Drei Millionen Euro für Wohnraum

Zusätzlich stellt der Inselrat 3 Millionen Euro bereit, um Gemeinden bei Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Wohnraum zu unterstützen.
Die Verteilung für Wohnraum:
– Ibiza-Stadt: 997.680 €
– Santa Eulària: 776.111 €
– Sant Antoni: 537.941 €
– Sant Josep: 530.702 €
– Sant Joan: 127.550 €

Forderung nach Wohnungen für Polizisten

In diesem Zusammenhang erneuerte Inselratspräsident Vicent Marí auch seine Forderung an die spanische Regierung, ein großes ungenutztes Grundstück neben der Polizeistation der Policía Nacional in Ibiza-Stadt für den Bau von Wohnungen bereitzustellen.
Auf dem Gelände könnten mehr als 200 Wohnungen entstehen, die speziell für Beamte der Policía Nacional und Guardia Civil vorgesehen wären. Viele Polizisten würden die Insel derzeit wegen der hohen Lebenshaltungskosten und fehlender Wohnungen wieder verlassen. Marí betonte, es sei „ein Luxus, den Ibiza sich nicht leisten kann“, dass dieses Grundstück weiterhin ungenutzt bleibe.

Weitere Förderprogramme

Der Kooperationsplan enthält außerdem zusätzliche Programme:
– 500.000 Euro für Sportanlagen und Jugendsport
– 400.000 Euro für die Instandhaltung ländlicher Wege
– 280.000 Euro für die Renaturierung der Feixes bei Talamanca

– 174.000 Euro für die Unterstützung der Zivilschutz-Freiwilligen

Inselratspräsident Vicent Marí sprach zudem die Problematik des zunehmenden Kreuzfahrtschiffverkehrs im Sommer an. Künftig solle stärker reguliert werden, sodass möglichst nicht mehr als zwei große Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig den Hafen von Ibiza anlaufen.

Lockere Atmosphäre beim Fototermin der Bürgermeisterversammlung mit dem Inselratspräsident. Foto: Thomas Hofmann
Der Consell d’Alcaldes, bei dem Präsident und Bürgermeister zentrale Themen der Insel koordinieren, findet in der Regel bis zwei- bis dreimal pro Jahr statt. Das nächste Treffen ist für den 12. Juni geplant.

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